Lexikon (Das ABC der Schwimmabteilung)

Wer mitreden und mit Insiderwissen prahlen möchte, ist hier genau richtig: Im nachstehenden Wörterbuch sind Begriffe aufgeführt, die einem während der Vereinsarbeit in unserer Abteilung tagtäglich begegnen können. Die (manchmal nicht ganz ernst gemeinten) Erklärungen sind nicht abschließend und dürfen gern durch eigene Definitionen ergänzt oder modifiziert sowie durch treffende(re?) Fotos bereichert werden: E-Mail genügt an den Webmaster. Bei Übersendung von Bilddateien bitte bestätigen, dass diese frei von Rechten Dritter sind und keine Hinderungsgründe für eine Veröffentlichung vorliegen. Aus Vereinfachungsgründen wird nachfolgend nur die männliche Form gewählt, obwohl selbstredend auch das weibliche Geschlecht angesprochen wird.

Abteilungsleiter, der: Person (bei den WSSV-Schwimmern bislang ausschließlich männlichen Geschlechts), die sich redlich bemüht, die Abteilung zusammenzuhalten; ist für alles verantwortlich und im Zweifel an allem schuld, wird daher scherzhaft gelegentlich auch "Abteilungsleider" genannt.


Brustschwimmen, das: Schwimmart, bei der als einzige die Arme unter Wasser nach vorne gebracht werden, weshalb sie sich als langsam (und beim Training hinderlich) erweist; obwohl sie - gerade im Freizeitbereich - beliebt ist, gilt sie doch (bei der Beinbewegung) als anspruchsvoll und kann zu Knieschäden führen; siehe auch: X-Beine.


Chillen, das: Lieblingsbeschäftigung von Aktiven bei Schwimmveranstaltungen zwischen den einzelnen Wettkämpfen; hat u. U. zur Folge, dass Starts verpasst oder Mannschaftsfotos unvollständig werden; siehe auch: Gruppenbild.


Delfin, der: zu den Zahnwalen (Odontoceti) zählendes Säugetier (Mammalia), das im Wasser lebt; fälschlicherweise wird damit manchmal das Schmetterlingsschwimmen bezeichnet, obwohl nur der Beinschlag der Delfinbewegung nachempfunden ist.


Erwachsenenschwimmer, der: Schwimmer im Alter von mindestens 20 Jahren, der - im Gegensatz zu Masters - zwar nicht an Wettkämpfen teilnimmt, sich aber durchaus ebenfalls erfolgreich über Wasser hält.


Freistilschwimmen, das: Schwimmart, bei der alles "Mögliche" - bei Lagenschwimmen jedoch nicht Brust-, Rücken- oder Schmetterlingsschwimmen - geschwommen werden darf; als schnellste Art der Fortbewegung im Wasser bleibt dann im Regelfall nur "Kraul" übrig.


Gruppenbild, das: Foto, das entsteht (oder entstehen soll), wenn möglichst viele Aktive am selben Ort, zur selben Zeit und in möglichst einheitlichem Outfit abgelichtet werden; führt beim Aufnehmenden in aller Regel zu Schweißausbrüchen, erhöhtem Blutdruck und beschleunigtem Puls; siehe auch: Chillen, T-Shirt.


Hauptschwimmart, die: Schwimmart, die von einem/r Aktiven (subjektiv) bevorzugt geschwommen wird; eher selten: Schmetterlingsschwimmen; eher hinderlich: Brustschwimmen.


Ignoranten, die: Menschen, die wider besseres Wissen eben doch alles immer wieder besser wissen und jede ehrenamtliche Tätigkeit oder zumindest die Teilnahme an der Jahreshauptversammlung verweigern; sie sind schädlich für jeden Verein, in unserer Abteilung aber natürlich Mangelware.


Jugendwart, der: leitet den Jugendausschuss und initiiert (organisiert) gesellige Aktivitäten - sehr zur Freude der Kinder und Jugendlichen.


Kampfrichter, der: Mensch, der harmloser ist, als seine Bezeichnung vermuten lässt; kämpft mit niemandem und richtet auch keinen; sorgt lediglich dafür, dass es bei Schwimmveranstaltungen mit rechten (richtigen) Dingen zugeht und die WB eingehalten werden - steht dadurch dummerweise interessierten Zuschauern und Fotografen gelegentlich im Weg.


Lagenschwimmen, das: Disziplin, bei der nacheinander die Schwimmarten Schmetterlings-, Rücken-, Brust- und Freistilschwimmen bzw. in Staffeln Rücken, Brust, Schmetterling und Freistil geschwommen werden; dass die Teilstrecken dabei gleich lang sein müssen, sollte eigentlich jedem klar sein, musste jedoch infolge der Kreativität einfallsreicher Wettkampfschwimmer eigens durch die WB geregelt werden.


Masters, die (nur Plural): Gruppe von Schwimmern mit einem Mindestalter von 20 Jahren, die - im Gegensatz zu den Erwachsenenschwimmern - eigentlich an Wettkämpfen teilnehmen (oder eben auch nicht, was immer mal wieder für Unstimmigkeiten sorgt).


Nautimo, das: "Erlebnisbad- und Sauna-Paradies in Wilhelmshaven", in dem es auch ein Sportbecken gibt, welches - allen Unkenrufen zum Trotz - sogar wettkampftauglich ist!


Orange, die oder das: meist Südfrucht (Genus: femininum), bei uns Farbe (Genus: neutrum) der Übungsleiter-T-Shirts; fällt schon von Weitem auf und hat sich damit zum Markenzeichen unseres Trainerteams entwickelt.


Pressearbeit, die: Aufgabe des Pressewarts, möglichst zeitnah, objektiv und im angemessenen Umfang über Belange der Abteilung zu berichten; sie steht und fällt mit der Zuarbeit der beteiligten Personen (meist Übungsleiter oder Eltern) und gestaltet sich daher oft schwierig.


Querulanten, die: gibt es überall dort, wo Menschen zusammenkommen: also auch im Verein - allerdings kaum in unserer Abteilung.


Rückenschwimmen, das: Schwimmart, bei der als einzige (wie auch immer!) in Rückenlage geschwommen wird; diese darf nur bei der Wendenausführung verlassen werden: der Zielanschlag hat ausnahmslos in Rückenlage zu erfolgen.


Schmetterlingsschwimmen, das: kräftezehrende Schwimmart, bei der die Arme gleichzeitig nach vorn über Wasser und nach hinten unter Wasser gebracht werden; wird wegen der Beinbewegung auch als Delfin bezeichnet wird, wobei den Masters bei Wettkämpfen auch Brustbeinschlag erlaubt ist.


T-Shirt, das: (zz. schwarzes) Bekleidungsstück, das zumindest beim Gruppenbild getragen werden sollte, um die Vereinszugehörigkeit sichtbar anzuzeigen.


Uebungsleiter, der: Stütze der Abteilung; ohne ihn gäbe es keinen Trainings- und keinen Wettkampfbetrieb; trägt eine große Verantwortung für die ihm anvertrauten Schützlinge; siehe auch: Orange.


Verein, der: Ort, an dem bekanntlich Sport am schönsten ist; siehe hierzu aber auch: Ignoranten und Querulanten.



WB, die: geläufige Abkürzung für die "Wettkampfbestimmungen" des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) mit vielen sinnvollen, aber auch einigen praxisfremden Regeln, zum Beispiel: "In jedem Fall muss die Fehlstartleine fallen gelassen werden." (Handlungsanweisung bei einem Fehlstart, § 125 Abs. 8 S. 3 - man fragt sich: warum???)


X-Beine, die: bezeichnet eine Kniefehlstellung, die sich beim Brustschwimmen als Vorteil erweisen kann, da bei dessen Beinschlag "die Füße bei der Rückwärtsbewegung auswärts gedreht sein" müssen.


Youngster, der: englischer Ausdruck für einen jungen Sportler - und davon kann man nie genug haben, denn sie sind unsere Zukunft; Nachwuchsgewinnung und -förderung haben daher bei uns oberste Priorität!


Zwei(t)start, der: meint zwei völlig verschiedene Begriffe:
1. das Zweitstartrecht, d. h., das Recht, bei Wettkämpfen für einen weiteren Verein zu starten, ist beim Schwimmen grundsätzlich nicht (mehr) vorgesehen;
2. die Zwei-Start-Regel ist die Regel, wonach bei einem (bestimmten) Wettkampf nach einem Fehlstart ein weiterer (letzter) Startversuch für die Schwimmer vom Schiedsrichter angepfiffen wird; sie wird immer mehr durch die Ein-Start-Regel ersetzt.